1.
Von Zeichen und Zahlen
- in alten Kulturen
- in Europa
- in alten Kulturen

2.
Von Kerben, Knoten,
Kugeln und Linien

- Ishangoknochen und Kerbhölzer
- Quipus und Müllerknoten
- Abaki der Völker
- Rechnen auf Linien

3.
Von Rechnern der
Astronomen, Seefahrer
und Geodäten

- Astrolabien und Sextanten
- Zirkel und Eidographen
- Rechenschieber, -scheiben, -walzen

4.
Von Stäbchen, Walzen
und mechanischen
Maschinen

- John Napier
- Wilhelm Schickard
- Gottfried Wilhelm von Leibniz
- Kurt Herzstark

5.
Von analogen und
digitalen Bauteilen

- Carles Babbage
- Herman Hollerith
- Konrad Zuse

6.
Von Rechenmaschinen,
Taschenrechnern
und PCs

- Staffelwalzen und Sprossenräder
- Datenträger und Programmierung
- EDV


 

Die Erfindung der Lochkarte als Programmträger und Datenspeicher war eine weitere Voraussetzung für die Entwicklung moderner digitaler Rechenanlagen.

Der französische Mechaniker Falcon hatte als erster die Idee, seinen Webstuhl mittels eines Holzbrettchens mit Lochkombinationen zu steuern. Jacquard (1752 -1834) ersetzte die Holzbrettchen durch Lochkarten aus Pappschablonen.

Hermann Hollerith (1860-1929) griff dieses technologische Prinzip wieder auf und setzte die Lochkarte als Datenspeicher ein. Damit wurde er zum Begründer der maschinellen Datenverarbeitung.

Das Hollerith-System funktionierte folgendermaßen: zuerst wurden Karten mit entsprechenden Lochkombinationen, d. h. Daten, versehen. Bei Eingabe der gelochten Karten in eine elektromagnetisch betriebene Sortiermaschine wurde die Lochkombination mit einem Stahlbürstchen abgetastet, bei vorhandener Lochung schloss sich der Stromkreis, die Karte fiel in das entsprechende Fach.

Die regelmässig durchgeführten amerikanischen Volkszählungen wurden bereits Ende des 19. Jahrhunderts durch Einsatz der Zählmaschinen erheblich beschleunigt. Die erfolgreiche, von Herman Hollerith gegründeten Lochkartenfirma, fusionierte mit anderen Firmen in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts zu den International Business Machines, kurz IBM.

Das Lochkartensystem wurde zunächst für Volkszählungen und in Verwaltungen wie der Reichsbahndirektion und in der chemischen Großindustrie eingesetzt und fand auch beim Militär Verwendung. In den 1950er-Jahren kamen Lochkarten-systeme dann massenhaft in Banken und Versicherungen zum Einsatz - jedes Konto wurde mit Hilfe von Lochkarten geführt.

Herman Hollerith

Lochstreifen und Lochkarten Hollerith Census Machine - Replica manufactured by Roberto Guatelli for The Computer Museum

 

 

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Quellen:
www.ibm.com
www.computerhistory.org