1.
Von Zeichen und Zahlen
- in alten Kulturen
- in Europa
- in alten Kulturen

2.
Von Kerben, Knoten,
Kugeln und Linien

- Ishangoknochen und Kerbhölzer
- Quipus und Müllerknoten
- Abaki der Völker
- Rechnen auf Linien

3.
Von Rechnern der
Astronomen, Seefahrer
und Geodäten

- Astrolabien und Sextanten
- Zirkel und Eidographen
- Rechenschieber, -scheiben, -walzen

4.
Von Stäbchen, Walzen
und mechanischen
Maschinen

- John Napier
- Wilhelm Schickard
- Gottfried Wilhelm von Leibniz
- Kurt Herzstark

5.
Von analogen und
digitalen Bauteilen

- Carles Babbage
- Herman Hollerith
- Konrad Zuse

6.
Von Rechenmaschinen,
Taschenrechnern
und PCs

- Staffelwalzen und Sprossenräder
- Datenträger und Programmierung
- EDV


 

Der schottische Mathematiker John Napier (1550-1617), der neben Jobst Bürgi auch die Logarithmen entwickelt hatte, erfand die Napier-Stäbchen. Auf den rechteckigen Holzstäbchen, die vor allem als Rechenhilfe für Multiplikationen gedacht waren, war auf allen vier Seiten das kleine Einmaleins aufgetragen.

Beim Multiplizieren mit einer einstelligen Zahl konnte das Resultat direkt auf dem Stäbchen abgelesen werden. Sollte beispielsweise 3 x 9 multipliziert werden, so war das Ergebnis in der dritten Zeile des Stäbchens zu finden. Bei der Multiplikation mehrstelliger Zahlen wurde für jede Dekade des Multiplikators ein separates Stäbchen benutzt. Die Zwischenprodukte konnten dann abgelesen und addiert werden.

NapierstäbchenAufbau der Napier-Stäbchen

Um mit Hilfe der Napierstäbchen eine mehrstellige Zahl zu multiplizieren, werden die entsprechenden Stäbchen nebeneinander gelegt. Benötigt man beispielsweise das Ergebnis der Multiplikation von 7×543, legt man die Stäbchen mit den Ziffern 5, 4 und 3 so nebeneinander hin, dass oben die Zahl 543 zu sehen ist. Für die Multiplikation mit der Zahl 7 betrachtet man die 7. Zeile.

Um das Ergebnis auszurechnen, müssen die Zahlen in der 7. Zeile in Diagonalrichtung jeweils von rechts oben und links unten addiert werden. An der Einerstelle steht die Zahl 1. An der Zehnerstelle addieren wir 2+8=10.
Man notiert an der Zehnerstelle die Null und nimmt die Eins als Übertrag zu den Hundertern dazu. Dort rechnet man also 2+5+den Übertrag 1=8. In der Tausenderreihe erhält man die Drei. Wenn man die Ziffern nacheinander aufschreibt, erhält man das Ergebnis 3801.

 

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Quellen:
EML-Research
www.computergeschichte.de


John Napier

Multiplikation 7x543