1.
Von Zeichen und Zahlen
- in alten Kulturen
- in Europa
- in alten Kulturen

2.
Von Kerben, Knoten,
Kugeln und Linien

- Ishangoknochen und Kerbhölzer
- Quipus und Müllerknoten
- Abaki der Völker
- Rechnen auf Linien

3.
Von Rechnern der
Astronomen, Seefahrer
und Geodäten

- Astrolabien und Sextanten
- Zirkel und Eidographen
- Rechenschieber, -scheiben, -walzen

4.
Von Stäbchen, Walzen
und mechanischen
Maschinen

- John Napier
- Wilhelm Schickard
- Gottfried Wilhelm von Leibniz
- Kurt Herzstark

5.
Von analogen und
digitalen Bauteilen

- Carles Babbage
- Herman Hollerith
- Konrad Zuse

6.
Von Rechenmaschinen,
Taschenrechnern
und PCs

- Staffelwalzen und Sprossenräder
- Datenträger und Programmierung
- EDV


 

Die wesentlichen Schaltelemente von Rechenmaschinen sind Staffelwalzen, deren Prinzip Leibniz entwickelte, sowie Sprossenräder. Auf diesen Konstruktions-prinzipien basierten die meisten mechanischen Rechenmaschinen. Realisiert wurden Sprossenräder durch den italienischen Mathematiker und Astronomen Johannes Poleni im Jahre 1709.

Das Sprossenrad war ein Zahnrad mit neun beweglichen Zähnen, über das die Zahleneingabe erfolgte. Der Vorteil des Sprossenrades bestand darin, dass das zeitaufwendige Verschieben der Walzen entfiel.

Polenis Maschine funktionierte aber wegen fehlender Präzision der Bauelemente nur mangelhaft. Dem Wiener Instrumentenbauer Antonius Braun (1685-1728) gelang 1727 schließlich der Bau einer funktionsfähigen Sprossenradmaschine. Die Idee zum Bau von Sprossenradmaschinen wurde aber erst in den 1880er-Jahren mit der Fabrikation der Odhner-Maschinen in St. Petersburg wieder aufgenommen, während die Staffelwalzenmaschinen schon im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts mit dem Thomas´schen "Arithmomètre" weite Verbreitung fanden. Viele der im 18. Jahrhundert entworfenen Rechenmaschinen wurden jedoch nie wirklich gebaut.

Staffelwalze und Sprossenrad blieben bis in die 1960er-Jahre des 20. Jahrhunderts wichtige Bauteile mechanischer Rechenmaschinen. Die Serienfertigung von Rechenmaschinen wurde in Europa 1820 mit dem Bau des "Arithmomètre" des Pariser Kaufmanns Charles Xavier Thomas eingeleitet. Er verkaufte seinen auf dem Staffelwalzenprinzip basierenden Rechner zwischen 1821 und 1878 1.500 mal.

In Deutschland setzte die Serienfertigung von Rechnern erst 1878 ein. In diesem Jahr gründete Arthur Burkhardt (1857-1919) in Glashütte, dem sächsischen Zentrum des Uhrenbaus, die "Erste Deutsche Rechenmaschinen-Fabrik". Burkhardt reparierte zunächst die Thomasschen Maschinen und baute sie dann nach. Die Hochindustrialisierung und die damit verbundene Mehrarbeit in den Kontoren erhöhte die Nachfrage nach Rechenmaschinen und begünstigte die Entwicklung dieses neuen Produktionszweiges.

Sprossenrad

 

Alpina Sprossenradmaschine, 1965

 

 

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Quellen:
www.rechenwerkzeug.de
© EML Research